China beflügelt deutsche Aktien

Das starke Wirtschaftswachstum in China wirkt sich auch positiv auf die deutschen Aktien aus. Allein die Prognose, dass es der chinesischen Wirtschaft auch in Zukunft gut gehen wird, ließ die Kurse merklich steigen. Am heutigen Tage startete der deutsche Aktienmarkt wohl auch aus diesem Grund mit stabilen, festen Zahlen. Der Dax stieg beispielsweise um 1,15 Prozent auf 6292 Punkte. Auch der gesamtasiatische Markt befindet sich momentan im Aufwind ob der gerade veröffentlichten chinesischen Konjunkturdaten. Das Wirtschaftswachstum in China ist mit 8,9 Prozent im vierten Quartal wesentlich höher als die Branchenexperten noch vor einiger Zeit prophezeiten.

Der asiatische Widerstand

Dem asiatischen Finanzmarkt gereicht zuvörderst die erleichternde Einsicht zum Vorteil, dass die chinesische Wirtschaft auch weiterhin floriert und die Regierung somit wohl auch in Zukunft ihren Fokus auf das Wachstum richten muss. So sehen es zumindest die Finanzexperten und Händler. Die Resistenz des Marktes scheint momentan beispiellos und selbst negative Nachrichten und kurzfristige Einbußen bleiben ohne Wirkung. Der Markt, so heißt es, sei derzeit einfach krisenmüde und nicht so leicht zu erschüttern. Die Abstufung des europäischen Rettungsschirms EFSF, die gestern Abend der Öffentlichkeit präsentiert wurde, scheint sich aus Sicht der Händler nicht negativ auf den Markt auszuwirken. Natürlich war mit diesem Schritt auch zu rechnen und die Wirkung blieb wohl auch aus diesem Grund einfach aus. Am heutigen Dienstag platziert der ESFS 1,5 Milliarden Euro an sechsmonatigen Anleihen. Fernerhin hieß es, dass dies wohl relativ entspannt über die Bühne gehen dürfte. Die Aktien stehen momentan also ziemlich gut und die Broker sprechen wieder fleißig Empfehlungen aus. Hervorzuheben sind in diesem Fall besonders die Autowerte mit überdurchschnittlichen Gewinnen. Daimler, BMW und Volkswagen verzeichneten Gewinne und auch die weiteren Analysen geben Grund zur Hoffnung. Jetzt Testbericht 2016 lesen.

Euro erholt sich auch weiterhin

Nach der Herabstufung einiger Euroländer (wie beispielsweise Frankreich) durch die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) und der anschließenden Talfahrt des Euros erstarkt der Kurs langsam wieder. Heute wurde die europäische Gemeinschaftswährung mit 1,2669 US-Dollar gehandelt. Zunächst war der Euro im Zuge der ersten Meldungen über die erschütternden Verlautbarungen der S&P am Freitag bis auf 1,2624 Dollar gefallen. Danach setzte allerdings wie erwartet eine rasche Erholung ein und nun setzt der Euro seine Genesung fort und steigt wieder über die Marke von 1,27. Mal abgesehen von der Prognose, dass sich die Herunterstufungen ohnehin nicht lange auf die Kurse auswirken würden, sehen die meisten Broker und Händler die chinesischen BIP-Zahlen als weiteren Grund für die steigenden Zahlen. Wie lange dieser Trend anhalten wird, lässt sich nicht so leicht voraussagen. Jetzt Erfahrungen lesen.